1:1-Kopien von DVDs: So geht's
Hinweis: Das Kopieren von DVDs ist
unter Umständen illegal. Nähere Informationen zum Thema finden
Sie im Abschnitt Das neue Urheberrecht.
Rohlinge mit Kapazitäten bis 9,4 GB sind bislang Mangelware. Und
wann und ob überhaupt 2-Layer-Rohlinge in den Handel kommen werden,
steht zudem bislang in den Sternen. Ist der Film bzw. sind die Daten
auf der DVD kleiner als 4,7 Gigabyte, stellt eine Kopie kein Problem
dar. Doch da fast alle Filme inzwischen massig Extras wie zusätzliche
Trailer, Making-offs etc. bieten, verfügen diese DVDs häufig
über eine Datenmenge von bis zu 9,4 GB. Doch mit dem richtigen
Werkzeug können Sie trotzdem bereits in weniger als einer Stunde
inklusiver Brennzeit eine Kopie in den Händen halten. Diese können
Sie dann auf Ihrem DVD-Player abspielen - vorausgesetzt dieser kann
DVD-Rohlinge lesen.
Der Trick: Mit Programmen wie Ifoedit entfernen Sie nicht benötigte
Extras, Menüs und Tonspuren und verringern so den Umfang der Daten
unter 4,7 Gigabyte. Für dieses Verfahren benötigen Sie neben
IfoEdit folgende Programme: 1. einen Software-DVD-Player wie z.B. Power
DVD; 2. das Tool Smartripper; 3. ReMPEG, ein Tool, das die Videobitrate
reduzieren kann (beide Tools finden Sie unter www.riphelp.com);
4. Nero Burning ROM ab der Version 5.5.6.4. (Testversion unter www.ahead.de).
Dazu brauchen Sie neben dem obligatorischen DVD-Brenner noch massig
Platz auf der Festplatte (rund 15 GB) und einen möglichst schnellen
Prozessor ab 1 Gigahertz. Ansonsten kann die Prozedur unerträglich
lange dauern.
Im Folgenden werden wir Ihnen zeigen, wie Sie schrittweise die Datenrate
reduzieren. Als Erstes müssen mit dem Tool SmartRipper alle Daten
der DVD auf die Festplatte gerippt werden. Dann werden wir den Film
zunächst von Extras und Trailern befreien. Reicht das nicht aus,
müssen zusätzlich diverse Tonspuren und das Menü dran
glauben. Als letzte Möglichkeit bietet sich schließlich die
Konvertierung der Videobitrate an. Wie Sie die Ergebnisse letztschlussendlich
mit Nero Burning ROM auf einen DVD-Rohling brennen, zeigt Ihnen der
finale Workshop.
1. DVD auf die Festplatte rippen
Zuerst müssen alle Daten, die auf der DVD enthalten sind, auf
die Festplatte gerippt werden. Dafür ist das Tool SmartRipper (auf
der Praxis CD) ideal.
Klicken
Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern
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Legen Sie die zu kopierende DVD ins DVD-Laufwerk und starten Sie SmartRipper.
SmartRipper untersucht nun den Inhalt der DVD und präsentiert Ihnen
dann die Programmoberfläche.
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Da Sie den gesamten Inhalt der DVD auf die Festplatte kopieren wollen,
drücken Sie die Schaltfläche "Backup".
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Wählen Sie nun den Ordner aus, in den die Daten gespeichert werden
sollen, indem Sie das Ordner-Symbol unten in der Oberfläche anklicken.
Smartripper zeigt Ihnen daraufhin an, ob der zur Verfügung stehende
Speicherplatz ausreicht.
4 Reicht der Platz aus, klicken Sie auf die "Start"-Schaltfläche,
woraufhin der Kopiervorgang beginnt. Je nach Größe des Films
und der Geschwindigkeit Ihres DVD-Laufwerkes dauert der Vorgang zwischen
10 und 20 Minuten.
2a. Eine DVD-Kopie mit Menü erstellen
Der erste Versuch, die Daten unter die magische 4,7-Gigabyte-Grenze
zu bringen, besteht darin, Trailer und sonstige Extras zu entfernen.
Das Menü bleibt in diesem Fall samt Kapitelauswahl und Audiooptionen
erhalten. Vermeiden Sie jedoch, Menüpunkte wie "Extras"
oder "Trailer" zu öffnen, da Ihr DVD-Player dann abstürzt.
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Starten Sie IfoEdit und klicken Sie auf "Open". Wählen
Sie eine beliebige IFO-Datei aus dem Ordner, den Sie zuvor mit SmartRipper
erstellt haben. Klicken Sie nun auf "DVD Play".
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IfoEdit startet den Film. Warten Sie, bis Sie ins Hauptmenü der
DVD gelangen, und starten Sie per Mausklick den Hauptfilm. Nach einigen
Sekunden verlassen Sie den Film wieder, indem Sie auf "Exit"
klicken.
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IfoEdit zeigt Ihnen nun an, in welchen Titeln die abgespielten Filme
enthalten sind. Notieren Sie sich die Werte.
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Nachdem Sie auf "OK" geklickt haben, können Sie nun in
der unteren Hälfte der Programmoberfläche ablesen, in welchen
VTS-Dateien die benötigten Informationen enthalten sind. In diesem
Fall in den Video Title Sets 1 und 4 (VTS1 und VTS4).
5 Beenden Sie nun IfoEdit und öffnen Sie den Ordner, in
dem die DVD abgelegt ist. Jetzt wird es spannend: Sie müssen die
relevanten Dateien in einen anderen Ordner kopieren. Sie benötigen
alle Dateien des Video Title Sets 1 und 4 (VTS_01... und VTS_04...).
Zusätzlich brauchen Sie die Dateien VIDEO_TS.IFO, VIDEO_TS.VOB
sowie VIDEO_TS.BUP.
Hinweis: Die DVD-Spezifikationen besagen, dass eine DVD immer ein Title-Set
1 aufweisen muss. Befindet sich der Hauptfilm also nicht in den VTS_01...-Dateien,
müssen trotzdem die Dateien VTS_01_0.IFO, VTS_01_0.BUP und VTS_01_0.VOB
mitkopiert werden.
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Nachdem der neue Ordner fertig gestellt ist, starten Sie erneut IfoEdit.
Öffnen Sie nun per "Open"-Schaltfläche die Datei
"Video_ts" und klicken Sie auf "Get VTS sectors".
Bestätigen Sie die aufpoppende Nachricht mit einem Klick auf "Ja".
Wiederholen Sie diese Prozedur auch mit den anderen IFO-Dateien, die
sich im neuen Ordner befinden.
7 Sie können jetzt IfoEdit beenden. Überprüfen
Sie, ob die nun im neuen Ordner befindlichen Daten kleiner als 4,7 GB
sind. Falls ja, können Sie den Ordner auf eine DVD brennen.
Tipp: Bevor Sie einen Rohling brennen, sollten Sie das Ergebnis
zuvor prüfen. Ansonsten geht Ihnen unter Umständen ein teurer
Rohling verloren und Sie sparen zudem wertvolle Zeit. Öffnen Sie
dazu IfoEdit, öffnen Sie eine beliebige IFO-Datei aus dem zu brennenden
Ordner und drücken Sie dann auf "DVD Play". Spielt IfoEdit
den Film samt aller Kapitel anstandslos ab, ist alles in Ordnung.
2b. DVD ohne Menü und zusätzliche Sprachen kopieren
Falls der erste Versuch nicht erfolgreich war und die Ordnergröße
noch immer 4,7 GB übersteigt, wird der Film nun zusätzlich
von Menüs und zusätzlichen Sprachen und Untertiteln getrennt.
Der Hauptfilm wird also nach dem Einlegen in den DVD-Player direkt starten.
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Wechseln Sie in den Ordner, den Sie mit SmartRipper erstellt haben.
An der Größe der VOB-Dateien erkennen Sie, dass sich der
Hauptfilm im Video Title Set 1 (VTS_01...) versteckt.
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Starten Sie IfoEdit und öffnen Sie per Druck auf die "Open"-Schaltfläche
die Datei "VTS_01_0.IFO" (die IFO-Datei, in der sich der Hauptfilm
befindet), die sich im besagten Ordner befindet.
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Klicken Sie nun auf die Taste "VOB Extras" und setzen Sie
die Häkchen so, wie rechts in der Abbildung zu sehen. Geben Sie
zusätzlich einen Ordner an, in dem die umgewandelten Daten gespeichert
werden sollen. Bestätigen Sie die Einstellungen mit einem Klick
auf "OK".
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In nächsten Fenster können Sie auswählen, welche Tonspuren
und Untertitel beibehalten werden sollen. Da Sie möglichst viele
Daten einsparen möchten, beschränken Sie sich auf die deutsche
Tonspur. Weiter geht es mit einem Klick auf "Strip it".
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IfoEdit berechnet nun neue VOB- und IFO-Dateien. Dies dauert in etwa
eine halbe Stunde.
6 Nach diesem Vorgang starten Sie IfoEdit erneut. Öffnen
Sie nun per "Open"-Schaltfläche die Datei "Video_ts"
und klicken Sie auf "Get VTS sectors". Bestätigen Sie
die aufpoppende Nachricht mit einem Klick auf "Ja". Wiederholen
Sie diese Prozedur auch mit den anderen IFO-Dateien, die sich im neuen
Ordner befinden.
7 Schließen Sie IfoEdit und überprüfen die Größe
des neuen Ordners. Übersteigt die Datenmenge nicht die 4,7-GB-Grenze,
können Sie den Ordner auf einen DVD-Rohling brennen.
2c. Hauptfilm per Datenkompression verkleinern
Falls das Entfernen sämtlicher Menüs, Tonspuren usw. immer
noch nicht das gewünschte Ergebnis (< 4,7 GB) gebracht hat,
bleibt nur die Möglichkeit, die Datenrate des Films zu reduzieren.
Dieses Vorgehen bedarf eines schnellen Rechners und viel Geduld.
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Basis dieses Workshops ist der Ordner, den Sie mit IfoEdit im Workshop
"DVD ohne Menü und zusätzliche Sprachen kopieren"
auf der vorigen Seite erstellt haben. Erstellen Sie auf dem Windows-Desktop
ein Textdokument.
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In die erste Zeile schreiben Sie "CFFL". In die nächsten
Zeilen tragen Sie die vollständige Pfadangabe sämtlicher im
Ordner vorhandenen VOB-Dateien ein.
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Speichern Sie die Textdatei und ändern Sie die Dateiendung von
".txt" in ".cffs".
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Starten Sie nun das Programm ReMPEG und öffnen Sie per Druck auf
die "Open"-Schaltfläche die CFFS-Datei, die Sie im vorherigen
Schritt erstellt haben. ReMPEG untersucht nun die VOB-Dateien, was einige
Minuten in Anspruch nimmt.
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Wechseln Sie nun in das Register "Main". Sie können erkennen:
Die durchschnittliche Bitrate ("avg. bitrate") liegt in diesem
Fall bei 6,07 MBit pro Sekunde. Diesen Wert gilt es zu reduzieren.
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Unter "Options" können Sie die neue Datenrate des Films
einstellen. Nun müssen Sie rechnen: Beträgt die Ordnergröße
momentan noch bspw. 6 GB, ergibt eine Skalierung von 70 % eine Datei
von 4,2 GB. Da Sie später noch nachträglich die Tonspur mit
rund 300 MB einfügen, wäre dieser Faktor eine gute Wahl. Als
absolute Untergrenze sollte eine Bitrate von 3,5 MBit gelten - die Bildqualität
wird sonst zu schlecht. Bitte nehmen Sie zusätzlich noch die Einstellungen
vor, die rechts in der Abbildung zu erkennen sind.
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Wechseln Sie nun zurück in das Register "Main" und betätigen
die "Encode"-Schaltfläche. Wählen Sie einen Ordner
zum Abspeichern und geben Sie einen Dateinamen mit der Endung ".m2v"
an. ReMPEG berechnet jetzt den Film neu, allerdings ohne Tonspur. Der
Vorgang nimmt je nach Rechnerleistung mindestens acht Stunden in Anspruch.
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Ist die Umwandlung beendet, müssen Bild und Ton wieder zusammengefügt
werden. Starten Sie dazu IfoEdit und öffnen Sie mit der "Open"-Schaltfläche
die Datei "VTS_01_0.ifo" aus dem ursprünglichen Ordner.
Klicken Sie auf "VOB Extras". Übernehmen Sie die Einstellungen
aus der Abbildung und geben Sie unten unter "Destination directory"
einen Ordner an, in dem das fertige Resultat abgelegt werden soll. Zusätzlich
geben Sie eine Zeile darunter an, wo sich die M2V-Datei befindet, die
Sie zuvor mit ReMPEG erstellt haben. Per Mausklick auf "OK"
fügt IfoEdit Bild und Ton wieder zusammen.
9 Nachdem der neue Ordner fertig gestellt ist, starten Sie IfoEdit
erneut. Öffnen Sie nun per "Open"-Schaltfläche die
Datei "Video_ts" und klicken Sie auf "Get VTS sectors".
Bestätigen Sie die aufpoppende Nachricht mit einem Klick auf "Ja".
Wiederholen Sie diese Prozedur auch mit den anderen IFO-Dateien, die
sich im neuen Ordner befinden.
10 Geschafft. Der neue Ordner sollte nun endlich kleiner als
4,7 GB sein.
3. DVD brennen
Als Brennprogramm bietet sich Nero Burning ROM an. Bitte beachten Sie,
dass Sie mindestens Version 5.5.7.8 verwenden, ansonsten kann Ihr DVD-Player
unter Umständen Ihre selbst erstellte DVD nicht lesen. Entsprechende
Updates finden Sie unter www.ahead.de.
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Der Ordner, den Sie auf die DVD brennen möchten, muss aus Kompatibilitätsgründen
die Bezeichnung "VIDEO_TS" haben. Zusätzlich wird ein
Ordner mit der Bezeichnung "AUDIO_TS" benötigt, der keine
Daten enthalten muss.
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Starten Sie "Nero" und legen Sie ein DVD (UDF/ISO)-Projekt
an. Übernehmen Sie die Einstellungen wie rechts in der Abbildung
im Register "ISO". Zudem können Sie unter "Titel"
dem Projekt dem Film entsprechend einen Namen geben.
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Klicken Sie auf das Register "Brennen" und ziehen Sie die
Ordner "Audio_TS" und "VIDEO_TS" in das linke Fenster.
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Nach einem Klick auf das "Brennen"-Symbol in der oberen Menüleiste
öffnet sich ein Fenster. Je nach Brenner und Rohling können
Sie hier die Brenngeschwindigkeit vornehmen. Mit einem Mausklick auf
die "Brennen"-Schaltfläche starten Sie den Brennvorgang.
Nach zirka einer halben Stunde ist die Kopie fertig.
